pforte der achtsamkeit
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mandala

Pforte der Achtsamkeit — Ein Kunstwerk von Nikola Jakadofsky
Text von Mag.art. Nikola Jakadofsky

Durch die zweite Pforte betritt man das Innerste der ehemaligen Holzburg. Sie ist nicht mehr so schwer und solide wie die erste, steinerne Pforte. In ihr spiegelt sich die Leichtigkeit des Himmels. Der Blick fällt auf das alte Eisenkreuz, das auch auf geistiger Ebene die Verbindung zum Himmel herstellt.
Im Gegensatz zu allen anderen Bauwerken auf Hoh-Haus findet man in der Pforte 2 das Element der Beweglichkeit. Die aufgefädelten Kugeln aus rostigem Stahl, Ton und Niro erinnern eher an Schmuck, sie stehen für den weiblichen Anteil im Leben. Ich denke dabei auch an Gedanken oder Geschichten, die sich im Laufe eines Lebens wie Perlen auf einer Schnur aneinander reihen.

Die Materialien Ton und Eisen repräsentieren die Erde. Der menschlichen Silhouette wird durch die Verwendung von glänzenden Nirokugeln Transzendenz verliehen.
Setzt man die Perlschnüre in Schwingung entsteht ein leiser Klang, wie ein Hauch von Musik,
die hier einst erklungen sein mag. Hier kann man gleichsam die Sorgen von sich abstreifen und erleichtert und neugierig den Turm besteigen oder sich am Ruheplatz niederlassen.
Für mich hat das Durchschreiten der zweiten Pforte auch eine geistige Dimension.
Nachdem ich die Außenwelt hinter mir gelassen habe, kann ich mich ganz auf meine innere Landschaft besinnen.